Moin Moin zusammen,
da möchte ich als Chef der FamilyAir Group gerne meine Meinung dazu äußern.
An Euren Aussagen gibt es nichts zu deuteln und zu beschönigen. Ihr habt recht, daß es sich manche Entwickler auf jedem Gebiet oftmals zu leicht machen um an den Silberdollar im Beutel des Kunden zu kommen. Andererseits blockt Microsoft, mit stoischer Ignoranz gepaart, den Entwicklern entscheidende Informationen, obwohl Microsoft am FSX kein großes Interesse mehr zu haben scheint. Ich vermute mal einfach so, daß MS weiß, daß es Leute und Gruppierungen gibt die es, mit entsprechenden Infos und SourceCodes, besser könnten als sie selbst es tun. Keine Frage, der Flusi ist eine tolle Entwicklung und war es schon immer gewesen. Aber ich finde fast kein anderes Simulations-Produkt, das von seiner Entwicklungsfirma so stiefmütterlich behandelt wird. Bis auf die Anfangszeit des FSX, z.B., keine Patches mehr. Keine auf Kundenwünsche eingehenden Verbesserungen etc. Wäre der Flusi ein Automobil, die Firma hätte damit auf dem Markt keinerlei Zukunftschancen. Ein halbfertiges Kraftfahrzeug ohne Rückholaktionen und kostenlose Nacharbeiten/Nachbesserungen würde kein Kunde kaufen. Er würde sich an den Mitbewerbern orientieren und die Firma EgoCar wäre weg vom Fenster. Da haben wir es wieder, Konkurrenz belebt das Geschäft und wo keine ist bleibt der Kunde, als dollareierlegende Wollmilchsau mißbraucht, auf der Strecke.
Die leidtragenden sind wieder mal jene Nutzer, die das realitätsnah umsetzen möchten, was ihnen in der Werbung vorher vollmundig versprochen wurde.
Die dadurch vorhandene Problematik der VA Airlines, eine von etlichen Interessengemeinschaften, wurde hier von Frank schon erläutert. Holgers Aussage zeigt in die richtige Richtung und Franks Vorschlag weckt mein Interesse. Schon seit es die Bibel gibt kennt die Menscheit den Satz:" Hilf Dir selbst, dann wird Dir geholfen!"
Für viele Dinge des täglichen Lebens gibt es entsprechende Service-Stationen. Warum also nicht auch für Online-Produkte? Warum nicht eine Service-Station für z.B. den flügellahmen Lieblingsflieger?
An rechtlichen Dingen und Grundsätzen sollte es nicht scheitern. Die kann man erfragen, ausloten und schaffen. Eine Online-Service-Station technisch umzusetzen sollte auch nicht das Problem sein, sie mit (c) zu schützen ebensowenig (dies gleich vorsorglich am Rande erwähnt für diejenigen Geier die schon mit Speichelfluß im Schnabel daran denken sollten uns wieder zu beklauen. Diesmal würde der Kadi winken, Freunde!)
Nein, ich sehe die Probleme eigentlich nur im personellen und im finanziellen Bereich. Solche Dienstleistung kann man nicht mehr im Samariterverfahren verteilen. Hier wäre Kapitaleinsatz und wirtschaftlicher Hintergrund angesagt. Dazu kommt, wie schon geschrieben, das Glück gute professionell arbeitende Schrauber zu finden. Alles in allem aber ein Thema über das ich gerne bereit bin zu diskutieren.
Auch für mich hält der FSX in seinen Tiefen noch ungeahnte Schätze bereit! Vielleicht käme es auf eine Probebohrung darauf an?
In diesem Sinne