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frakos

Bordingenieur

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Sunday, May 15th 2011, 8:00pm

Nicht jedes Flugzeug passt für's Fliegen mit FSAirlines-Clienten

Hallo Freunde der virtuellen Airlines!

Mittlerweile gibt es ja eine ganze Reihe von Anbietern verschiedener Addon-Flugzeuge für den FSX. Manche setzen auf Systemtiefe und Realitätsgenauigkeit, andere legen Wert auf einfache Bedienbarkeit.

Für das Fliegen in unseren virtuellen Airlines benötigen wir Flugzeuge, die im Gesamtpaket stimmig sind, d.h. die auch vom Verbrauch her der Realität entsprechen. Beim A388 von Wilco habe ich zum Beispiel feststellen müssen, daß dieser auf einem Langstreckenflug von EDDF nach RJTT so einen Durchlauf an Treibstoff hat, daß trotz sparsamster Flugweise in den weiten Sibirien Schluss war - Sprit alle. Man ist garantiert bei der Entwicklung davon ausgegangen, daß sich eh kein Depp 7-12h ins Cockpit setzt und die gesamte Strecke abfliegt, also brauchen wir da bei der Konfiguration uns schon mal nicht Mühe geben. Für "Otto-Normal-Flieger" , der sich mit sowas nicht auskennt, wird es ein Problem sein, den A380 auf seiner Möglichen Reichweite in einem Ritt durchzufliegen, ohne Nachzutanken - ist ja im FSX ohne weiteres möglich (auch in der Luft).

Wir VA-Flieger, die mit dem Abrechnungssystem von FSAirlines fliegen haben da schon ein Problem. Beim Nachtanken wird der Flug sofort abgebrochen und das wars dann mit der bereits zurückgelegten Flugstrecke. Also können wir nur solche Addon-Maschinen in unserer Flotte gebrauchen, die auch beim Treibstoffdurchlauf so eingestellt sind, daß annähernd die Gesamtreichweite mit einer kompletten Tankfüllung abgeflogen werden kann. Dabei dürfen aber die Flugeigenschaften nicht vernachlässigt werden. Da die richtigen Parameter in der Aircraft.cfg zu finden, ist für den Laien garnicht so einfach. Ein komplett stimmiges Gesamtpaket wird es niemals geben, weil irgendwo immer Abstriche vom Realitätsgrad gemacht werden müssen, um das Objekt fliegbar zu halten.

Für mich als CEO der Airline heißt daß auch, meinen Piloten eine Flotte zur Verfügung zu stellen, die den Anforderungen der Realität und des FSAirlines-Clienten entspricht.
Vor jeder Inbetriebnahme eines Flugzeuges wird es auf seine "Diensttauglichkeit" überprüft. Oder habt ihr schon mal darauf geachtet, ob der Kerosinverbrauch pro Flugstunde mit dem in der Realität übereinstimmt. Sicher nicht, weil es für einen Piloten, der ohne Abrechnungssystem fliegt, irrelevant ist, was sein Maschinchen verbraucht. Für uns als VA-Piloten sind das aber Kosten, die am Ende des Fluges von den Einnahmen abgezogen werden.

Mit der Gestaltung der aircraft.cfg werde ich mich zu einem späterem Zeitpunkt hier im Forum beschäftigen.

Bis dahin ...
Gruß Frank
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"Hätte Gott gewollt das Menschen fliegen, hätte er uns Flügel gegeben! Ich schätze er hats vergessen! Wir bauten uns unsere eigenen."

Holger

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Tuesday, May 17th 2011, 4:45am

Hallo Frank,

ein wirklich interessantes Thema, was du hier anschneidest. Ich bin einmal bei der Recherche zu meinen Sceneryarbeiten bei Fsdeveloper.com über einen Querverweis bei deren Abteilung der Flugzeugdesigner gelandet und habe dort interessante Dinge lesen können. Die aircraft.cfg ist eigentlich nur die Spitze des Eisberges. Sie dient eigentlich mehr dem User als dem Entwickler. Hier hat der User u.a. die Möglichkeit neue Livrees einzuarbeiten (anzumelden) oder auch auf seine Hardware anzupassen.

Die grundlegenden Flugeigenschaften werden in der XXXX.air Datei geregelt, die wohl nicht ohne Grund nicht mit einem einfachen Editor zu öffnen ist.
Hier wird von Microsoft eine anfänglich unüberschaubare Menge an Einstellmöglichkeiten allein für die Leistungscharakteristik geboten. Bedenkt man allerdings die Vielzahl an verschiedenen Antriebsarten relativiert sich diese Menge schon wieder.

In dem genannten Beispiel ging es um einen Kolbenmotor, der vom Hersteller bei gleichem Hubraum in drei Varianten angeboten wurde: ein reiner Saugmotor, als Einspritzer und als Einspritzer mit Turboaufladung und Ladeluftkühlung.

Hier genügte es nicht die Kenndaten vom Hersteller in die XXX.air Datei zu übernehmen. Denn die Steigleiung des Flugzeuges war absolut atypisch. Normalerweise nimmt die Steigleistung mit zunehmender Höhe ab. Dies geschieht jedoch nicht linear, wie es annähernd vom Flusi dargestellt wird, sondern in Form einer Kurve. Der Steigung der Kurve flacht mit zunehmender Höhe zusehends ab.

Will heißen: auf Meereshöhe steigt das Flugzeug noch relativ "rasant". Während kurz vor Erreichen der Dienstgipfelhöhe die Steigung gegen Null geht.
Um die von Microsoft fast linear zu bezeichnende Kurve anzupassen muß der Flugzeugdesigner diese händisch anpassen,was gerade in niederen Höhen für einen exorbitanten Kraftstoffverbrauch führen kann. Hier nun gilt es einen goldenen Mittelweg zu finden. Wie du, Frank, schon richtig sagtest: Ein 100% stimmiges Flugzeug wird es damit nicht geben.

Hier bleibt zu hoffen, daß zumindest noch einige andere Paywarehersteller den Weg von A2A gehen würden und mittels simconnect von außen her in das Motorenmanagment eingreifen würden.

Aber warum sollten die das? Wäre doch für die ein unvertretbarer Mehraufwand...



Viele Grüsse

Holger


Himmelhund aus Leidenschaft

frakos

Bordingenieur

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3

Saturday, August 20th 2011, 1:01pm

Service-Werkstatt online

Hallo Holger!

Da die Welt der Flusianer nicht unterschiedlicher sein könnte, abgesehen von der Tatsache, daß allen die virtuelle Fliegerei Entspannung bedeutet, ist so eine "Online-Service-Werkstatt" doch eine gute Idee. Wenn ich mir eine Maschine gedownloadet habe, stelle ich oft fest: von der Ansicht - top; Funktionen - gut und bei Flugverhalten und Verbrauch grotten schlecht. Das ist eine Maschine für einen virtuellen Piloten, der eventuell nur einen kurzen VFR-Flug macht.

Wenn ich mich in die Maschine setze, muss sie passig sein in allen Dingen und auch den Anforderungen für eine reale Abrechnung erfüllen. Deshalb könnte ich mir vorstellen, daß es Spezialisten gibt, wie Du es sagtes via simconnect deine Maschine überprüfen und sie entsprechend deinen Anforderungen auf Vordermann bringen. Ich gebe die Maschine in die Hand einer Spezialwerkstatt und hole mir getunete, leistungsfähige Maschine wieder ab. Problem wird sein, die Rechtlichen Fragen dieser Veränderungen abzuklären. Was darf verändert werden, was nicht. Payware-Hersteller müßten eine Veränderungs-Lizens vergeben.Wenn Wilco den A380 mit Daten einer 747 austattet, dann bitteschön den Vermerk: Tut uns leid hatten aber keine Zeit für diese Details (schnelles Geld ist uns wichtiger) ihr dürft den Rest alleine machen.
Es gibt ein Haufen Maschinen, wo ich sagen würde - hier muss ein Fachmann ran zum Nacharbeiten.

Vielleicht sollten wir so eine Stelle ausschreiben. 8o Fachmann für Fusi-Flugeigenschaften gesucht - Fulltime-Job!
Momentane traue ich für meinerseits nur die Verstellung der Fuel-Flow-Parameter zu, womit mir schon teilweise geholfen wird.
Gruß Frank
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FamilyAir

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Sunday, August 21st 2011, 1:34pm

Man kann auch harte Bretter bohren

Moin Moin zusammen,

da möchte ich als Chef der FamilyAir Group gerne meine Meinung dazu äußern.

An Euren Aussagen gibt es nichts zu deuteln und zu beschönigen. Ihr habt recht, daß es sich manche Entwickler auf jedem Gebiet oftmals zu leicht machen um an den Silberdollar im Beutel des Kunden zu kommen. Andererseits blockt Microsoft, mit stoischer Ignoranz gepaart, den Entwicklern entscheidende Informationen, obwohl Microsoft am FSX kein großes Interesse mehr zu haben scheint. Ich vermute mal einfach so, daß MS weiß, daß es Leute und Gruppierungen gibt die es, mit entsprechenden Infos und SourceCodes, besser könnten als sie selbst es tun. Keine Frage, der Flusi ist eine tolle Entwicklung und war es schon immer gewesen. Aber ich finde fast kein anderes Simulations-Produkt, das von seiner Entwicklungsfirma so stiefmütterlich behandelt wird. Bis auf die Anfangszeit des FSX, z.B., keine Patches mehr. Keine auf Kundenwünsche eingehenden Verbesserungen etc. Wäre der Flusi ein Automobil, die Firma hätte damit auf dem Markt keinerlei Zukunftschancen. Ein halbfertiges Kraftfahrzeug ohne Rückholaktionen und kostenlose Nacharbeiten/Nachbesserungen würde kein Kunde kaufen. Er würde sich an den Mitbewerbern orientieren und die Firma EgoCar wäre weg vom Fenster. Da haben wir es wieder, Konkurrenz belebt das Geschäft und wo keine ist bleibt der Kunde, als dollareierlegende Wollmilchsau mißbraucht, auf der Strecke.

Die leidtragenden sind wieder mal jene Nutzer, die das realitätsnah umsetzen möchten, was ihnen in der Werbung vorher vollmundig versprochen wurde.
Die dadurch vorhandene Problematik der VA Airlines, eine von etlichen Interessengemeinschaften, wurde hier von Frank schon erläutert. Holgers Aussage zeigt in die richtige Richtung und Franks Vorschlag weckt mein Interesse. Schon seit es die Bibel gibt kennt die Menscheit den Satz:" Hilf Dir selbst, dann wird Dir geholfen!"

Für viele Dinge des täglichen Lebens gibt es entsprechende Service-Stationen. Warum also nicht auch für Online-Produkte? Warum nicht eine Service-Station für z.B. den flügellahmen Lieblingsflieger?
An rechtlichen Dingen und Grundsätzen sollte es nicht scheitern. Die kann man erfragen, ausloten und schaffen. Eine Online-Service-Station technisch umzusetzen sollte auch nicht das Problem sein, sie mit (c) zu schützen ebensowenig (dies gleich vorsorglich am Rande erwähnt für diejenigen Geier die schon mit Speichelfluß im Schnabel daran denken sollten uns wieder zu beklauen. Diesmal würde der Kadi winken, Freunde!)

Nein, ich sehe die Probleme eigentlich nur im personellen und im finanziellen Bereich. Solche Dienstleistung kann man nicht mehr im Samariterverfahren verteilen. Hier wäre Kapitaleinsatz und wirtschaftlicher Hintergrund angesagt. Dazu kommt, wie schon geschrieben, das Glück gute professionell arbeitende Schrauber zu finden. Alles in allem aber ein Thema über das ich gerne bereit bin zu diskutieren.

Auch für mich hält der FSX in seinen Tiefen noch ungeahnte Schätze bereit! Vielleicht käme es auf eine Probebohrung darauf an?


In diesem Sinne
Gruß

Peter


My best regards and safe landings for everyone
your
Capt. P. Thiele
TA26
Eigentümer & Betreiber der FamilyAir Group
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Ein Flugzeug ist weiter nichts als eine Ansammlung locker im Verband fliegender Einzelteile, die durch das Genie des Piloten am Auseinanderfallen gehindert werden.

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